«Gott macht keine Fehler»

Film über einarmiges Mädchen, das jeden Kritiker widerlegt

Ausschnitt aus dem Film «I Can»
Katelyn Pavey ist eine wahre Inspiration: Mit nur einem Arm geboren, hat sie allen Herausforderungen getrotzt, Hindernisse überwunden und gegen alle Erwartungen College-Softball gespielt. Ihre Lebensgeschichte ist jetzt im Film «I Can» zu sehen.

«Ich wollte nicht auf ein Podest gestellt werden», sagt Katelyn Pavey. «Ausserdem dachte ich, dass es noch viele andere in unserer Gemeinde gibt, deren Geschichte erzählt werden sollte – und nicht nur ich, sondern auch mein Vater hat dreimal abgelehnt.»

Doch ihr Pastor Tyler Sansom, der auch Regisseur von «I Can» ist, konnte sie schliesslich überzeugen. Pavey und ihr Vater Eric erkannten, was sie bewirken konnten.

Eine schwere Wahrheit

Paveys Geschichte beginnt mit einer harten Wahrheit: «Ich wurde ausserehelich durch eine Affäre gezeugt. Meine Eltern waren jeder für sich verheiratet, bevor sie sich trafen und mich bekamen.»

Zur Komplexität dieser Situation kam das Gefühl ihrer Eltern hinzu, dass ihre Behinderung eine Strafe für ihre Sünden sein könnte. Aber Paveys Grossmutter väterlicherseits erinnerte Eric an eine wichtige Wahrheit: «Gott macht keine Fehler.»

Trotz ihrer Vergangenheit wuchs Katelyn Pavey in einem christlichen Elternhaus auf, in dem der sonntägliche Kirchgang zur Routine gehörte. Doch das Leben mit nur einem Arm brachte viele Herausforderungen mit sich. «Ich wuchs mit vielen Hindernissen auf. Ich musste lernen, mich anzupassen und Schwierigkeiten zu überwinden.»

Schlüsselmomente

Ihre Eltern haben sie immer ermutigt, an sich zu glauben, auch wenn sie Dinge anders bewältigen musste als andere. Doch schon im Kindergarten machte sie erste negative Erfahrungen: Eine Lehrerin beschwerte sich, dass sie ihr die Schuhe zubinden müsse und forderte ihre Eltern auf, ihr stattdessen Schuhe mit Klettverschluss zu geben.

Doch statt aufzugeben, nahm Pavey die Herausforderung an – und brachte sich selbst das Schnürsenkelbinden bei. «Am nächsten Tag ging ich zu meiner Lehrerin und sagte: 'Schauen Sie, ich kann meine Schuhe zubinden!' Ich nenne solche Momente ‘Ich-kann-nicht-Momente’ – Herausforderungen, die ich überwinden musste.»

Eltern anderer Kinder hinderten ihre Kinder sogar daran, mit ihr zu spielen, weil sie anders aussah. Mit der Zeit hat sie gelernt, damit umzugehen.

«Man kämpft weiter»

«Man lernt, sich an jede Herausforderung anzupassen und sie zu meistern. Und genau das habe ich mein ganzes Leben lang getan – vor allem beim Softball.»

Ihre Leidenschaft für Softball begann im Alter von drei Jahren und ihr Talent wurde schnell offensichtlich. Mit der Zeit perfektionierte sie ihre Fähigkeiten und lernte, mit nur einem Arm zu spielen. «Das erforderte unzählige Trainingsstunden mit meinem Vater im Garten und viele Extraeinheiten nach dem regulären Training. Mit etwa acht Jahren begann ich, wettkampfmässig zu spielen.»

Doch nicht alle glaubten an sie. «Ich erinnere mich an ein Spiel, bei dem der gegnerische Trainer eine Auszeit nahm, als ich zum Schlag kam. Er rief seinen Spielern zu: ‘Geht näher ran! Sie kann nicht schlagen!’»

Solche Momente waren frustrierend. Eltern beschwerten sich, dass ein Kind mit nur einem Arm über ihre eigenen Kinder mit zwei Armen gestellt wurden. Ein Trainer forderte sie sogar auf, die Mannschaft zu verlassen: «Ich mag kein Drama in meiner Mannschaft. Die Eltern beschweren sich, dass du spielst, während ihre Töchter draussen sitzen. Ich kann das nicht mehr ertragen – du musst gehen.»

Nicht aufgegeben

Für viele wäre das ein Grund zum Aufgeben gewesen. Doch Pavey liess sich nicht entmutigen. Sie nutzte die Ablehnung als Motivation, noch besser zu werden. «Die Worte haben mich sehr verletzt. Aber ich wusste, dass ich eine höhere Bestimmung habe. Gott hat mir dieses Talent gegeben, und ich wollte es nutzen, um zu beweisen, dass ich es verdiene, auf dem Platz zu stehen.»

Nachdem sie aus dem Team geworfen wurde, trainierte sie härter als je zuvor. Ihr Ziel war es, College-Softball zu spielen – aber wieder stiess sie auf Hindernisse. Die College-Trainer sagten: «Du hast tolle Fähigkeiten, ich hätte dich gerne in meinem Team, aber... » Es gab immer ein «aber».  Zum Beispiel: «...aber ich weiss nicht, wie ich eine Spielerin mit einem Arm coachen soll» oder: «...aber ich weiss nicht, wie mein Team darauf reagieren würde.»

Trotz aller Rückschläge blieb Pavey zielstrebig. Sie wurde eine der besten Spielerinnen ihres Bundesstaates und erhielt schliesslich ein Stipendium für Softball an der «Cincinnati Christian University».

Eine Botschaft der Hoffnung

Katelyn Pavey hofft nun, dass «I Can» Menschen inspiriert, ihre eigenen Herausforderungen zu meistern. «Gott macht keine Fehler. Es spielt keine Rolle, wer du bist, wie du aussiehst oder woher du kommst. Gott hat einen Plan für dein Leben, und er hat dich nach seinem Ebenbild geschaffen.»

Und weiter: «Du musst nur darauf vertrauen, dass er einen Plan für dich hat.»

Zum Trailer und weiteren Infos zum Film geht es hier.

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Datum: 26.02.2025
Autor: Billy Hallowell / Daniel Gerber
Quelle: Faithwire / gekürzte Übersetzung: Livenet

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